Das Gelände mit den ursprünglichen Schlössern wechselte einst oft den Besitzer. Im Jahre 1694 erwarb es der Kurfürst Johann Georg IV. der es seiner Mätresse schenkte. Später zog August der Starke in diesen Besitz ein und vermachte ihn seiner Geliebten, der Gräfin Cosel - bis sie in Ungnade fiel. Danach ließ August der Starke das Gelände mit großem Aufwand umgestalten - für seine spektakulären Garten- und Wasserspiele.
Oberlandesbaumeister Matthäus Daniel Pöppelmann, der Schöpfer des Dresdener Zwingers, übernahm diese Aufgabe. In den Jahren 1720 bis 1723 entstand das Wasserpalais mit seiner Freitreppe zur Elbe. Ein Jahr später wurde das Bergpalais errichtet. Wegen des exotischen Baustils nennt man beide auch "Indianisches Palais". Die Flügelgebäude kamen ca. 1790 hinzu.
In den Jahren um 1780 als englischer Garten um das Schloss angelegt, zeigt sich der Park auch heute noch von seinen schönsten Seiten. Der kostenlose Eintritt beinhaltet die Besichtigung der Orangerie, des englischen und chinesischen Pavillons und der zahlreichen tropischen Pflanzen. Diese, in der warmen Jahreszeit im ganzen Park verteilt, unterstreichen die exotische Optik.
Krönung der botanischen Merkmale ist die 1770 aus Japan eingeführte Kamelie, die jedes Frühjahr mit Ihrer Blütenpracht viele Besucher anzieht.